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KOMPETENTE FACHTEXTAUSWAHL

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Fachtextauswahl bereitet auf Schritt und Tritt eine Qual whrend der Vorbereitung der Lehrmaterialien fr Fachsprachen. Das ist eine der Bestandteile der didaktischen Kompetenz, die die Lehrkrfte beherrschen mssen.

Bevor der Lehrende die Fachtexte zu didaktisieren anfngt, muss er passende Fachtexte: thematisch, zielorientierend, fachorientierend/berufsorientierend finden.

Die Fachtexte werden nach folgenden Faktoren kompetent rangiert werden: nach dem Fach, nach Inhalt, nach Anwendungsziel, Niveau, kultureller Hintergrund, Lerngewohnheiten: Lesestrategie und Lernstrategie.

Im Fachsprachenunterricht ist Hauptziel der Fachtext als Hauptbasis, der klassifiziert wurde, aber immer noch besprochen wird. Der Fachtext wurde von vielen Linguisten definiert und dargestellt. Mehr verbreitet hat Agricola E. (1979:32) den Fachtext definiert:

Der Fachtext ist Instrument und Resultat der in Zusammenhang mit einer spezialisierten gesellschaftlich-produktiven Ttigkeit ausgebten sprachlichkommunikativen Ttigkeit;

Er besteht aus einer endlichen, geordneten Menge logisch, semantisch und syntaktisch kohrenter Stze (Texteme) oder satzwertiger Einheiten, die als komplexe sprachliche Zeichen komplexen Propositionen im Bewusstsein des Menschen und komplexen Sachverhalten in der objektiven Realitt entsprechen. 1. Textsorten und Fachtextsorten Der erste Aspekt verdeutlicht zur Einfhrung zwei grundlegende Dinge des Themas:

zum einen die zentrale Bedeutung des Begriffs Textsorte innerhalb der Textlinguistik, zum anderen seine ungenaue Abgrenzung und Bestimmung mittels vielfacher Definitionen. Die Definition nach Jung L. (2001:235) unterstreicht die spezifischen Merkmale, die es ermglichen, Texte zu einer bestimmten Textsorte zusammenzufassen: Eine Textsorte umfasst Texte, die sich von anderen Texten durch bestimmte (sprachwissenschaftlich festgestellte) Merkmale unterscheiden, die nur fr diese Texte gelten. Daran knpft eine zweite Definition an, die sich auf regelmig auftretende Kommunikationssituationen bezieht und diese als Basis der Textsortenklassifizierung ansieht. Demnach sind Textsorten laut Gpferich S. (1995:60) berindividuelle Sprech- und Schreibakttypen, die an wiederkehrende Kommunikationshandlungen gebunden sind und bei denen sich aufgrund ihres wiederholten Auftretens charakteristische Sprachverwendungs- und Textgestaltungsmuster herausgebildet haben. Der Zusammenhang zwischen Textsorten und Fachtextsorten besteht im Wesentlichen darin, dass es sich bei letzteren um eine spezielle Klasse von Textsorten handelt, die sich in Bezug auf allgemeinsprachliche Textsorten bzw.

Gebrauchstexte inhaltlich, sprachlich und funktionell unterscheidet. Das bedeutet, dass Fachtextsorten vor allem auf lexikalischer und textueller Ebene ber besondere Charakteristika verfgen. Auerdem sind diese Texte einer bestimmten Art sowie einem eindeutigen Kommunikationsbereich im Rahmen einer wissenschaftlichen Ttigkeit zuzuordnen. Rosemarie Glser (1990) formuliert die Fachtextsorte als ein Bildungsmuster fr die geistig-sprachliche Verarbeitung eines ttigkeitsspezifischen Sachverhaltes, das in Abhngigkeit vom Spezialisierungsgrad von kommunikativen Normen bestimmt ist, die einzelsprachlich unterschiedlich ausgeprgt sein knnen. Die Begriffe umreiend, zeigt dieser erste thematische Block in Anstzen, wie facettenreich der Terminus Textsorte ist. Von ihm ausgehend wird den Lehrenden ein erstes allgemeines Verstndnis von Fachtextsorten vorgestellt, welches nun in weiterfhrenden berlegungen vertieft werden soll.

2. Fachtextsortenmerkmale und typologien Das folgende Themengebiet beschftigt sich mit dem Charakter von Fachtexten im Allgemeinen und mit der Struktur und Klasse, den Typen und Stilen solcher Texte im Einzelnen. Die bereits erwhnten spezifisch lexikalischen und textuellen Besonderheiten beziehen sich begrifflich auf die Fachlexik sowie die Fachterminologie und das den Fachtextsorten eigene Sprachsystem. Dabei ist der hufige Gebrauch auersprachlicher Mittel, wie beispielsweise der von Diagrammen, Tabellen, Statistiken, Zeichnungen, Formeln und Gleichungen, sehr kennzeichnend.

Auf diese Weise werden Textgegenstand und inhalt, etwa ein beschriebener Prozessablauf oder eine Montageanleitung, fr den Rezipienten transparent und dadurch nachvollziehbar.

Die Bestimmung eines Fachtextsortentyps nach Hoffman L. (1988:147) kann auf zweierlei Art erfolgen. Einerseits lassen vier Kategorien die Typologisierung eines Textes festlegen:

1. die Intention (z.B. informieren, motivieren, klren, aktivieren), 2. die Textfunktion (z.B. theoretisch, pragmatisch, informativ, problematisch), 3. das Kommunikationsverfahren (z.B. berichten, beschreiben, referieren, argumentieren, vergleichen, verallgemeinern, widerlegen, fragen u.a.) und 4. die Darstellungsart (mndlich oder schriftlich).

Eine zweite Klassifizierung fokussiert die Textintention strker und ordnet Fachtexte als Ganzes folgenden vier Typen zu:

1. den darstellenden Texten, die informieren und beschreiben, 2. den expressiven Texten, die unterhalten bzw. erzhlen, 3. den anweisenden Texten, die handlungsanweisend und beschreibend sind sowie 4. den appellativen Texten, die zum Handeln auffordern und somit fr den Rezipienten als verbindlich gelten.

Fachtextsorten sind in unterschiedlichem Stil verfasst. Dieser kann sowohl theoretisch, populr-wissenschaftlich und wissenschaftlich sein als aber auch lehrend und lernend.

Makro- und Mikrotext bilden gemeinsam die Struktur einer jeden Fachtextsorte.

Zu den Makrostrukturmerkmalen zhlen alle ueren Strukturcharakteristika, die die Textgliederung verdeutlichen, wie etwa Titel und Untertitel, Funoten, Inhalts- und Literaturverzeichnis, Zitate und Abstze. Ebenso werden die typographischen Merkmale (z.B. Kursivschreibung und Fettdruck) der Makrostruktur zugeordnet.

Primr bedeutend fr die Mikrostruktur sind Thema und Rhema des Textes, auerdem der Gebrauch von Synonymen und Antonymen sowie die Verwendung von Paraphrasen und einfachen bzw. transformierenden Wiederholungen.

Ein Fachtext teilt sich prinzipiell in zwei Ebenen. Auf der strukturellen finden sich neben der Makrostruktur auch Lexik, Syntax, Kohrenz und die grammatischen Kategorien wieder. Die funktionelle Ausrichtung eines Fachtextes bezieht sich auf alle an der Kommunikation beteiligten Faktoren, d.h. auf die Situation, die Partner, den Gegenstand, das Verfahren sowie die Intention.

3. Fachtextsortengliederung Die Fachtextsortengliederung steht nach der beispielhaften tabellarischen Einteilung von Rosemarie Glser im Vordergrund. Demnach gliedern sich Fachtextsorten in zwei Gruppen der Kommunikation, in die der schriftlichen und in die der mndlichen. Letztgenanntes meint vor allem Fachvortrge im Bereich der Weiterbildung, Plenarvortrge im Allgemeinen sowie beispielsweise Vortrge von Nobelpreistrgern. Die schriftliche Kommunikation umfasst Fachtextsorten der Konsumtion, der fachinternen sowie fachexternen Kommunikation. Als Beispiele der Konsumtion gelten Werbetexte und produktbegleitende Texte. Die Unterscheidung in fachinterne und fachexterne Kommunikation basiert primr auf dem Fachlichkeitsgrad. Whrend Textsorten der fachinternen Kommunikation ber einen hohen Spezialisierungs- und Fachlichkeitsgrad verfgen und daher eine entsprechende Fachkompetenz beider Kommunikationspartner voraussetzen, weisen Texte der fachexternen Kommunikation einen abnehmenden Fachlichkeitsgrad auf, da dieser besonders durch Strategien der Werbung und Popularisierung sowie der Didaktisierung so gemindert wird. Lehrbcher, Zeitschriftenartikel, Ratgebertexte und Schulprospekte sind nur einige Beispiele fr Fachtextsorten der fachexternen Kommunikation. Auf der internen Seite finden sich hingegen u.a. wissenschaftliche Rezensionen und Artikel, Monographien und Abstracts. Ob eine Fachtextsorte der fachinternen oder fachexternen Kommunikation zugerechnet wird, kann je nach Fachsprachlichkeitsgrad, Fachbereich und Textfunktion auch variieren. Hilfreich ist hierbei die Beachtung der Primrfunktion, die dem jeweiligen Text vom Verfasser zugedacht worden ist.

Mit den Zeiten wurde die Neuorientierung der Fachtextforschung verndert:

Frher wurde der Fachtext geteilt und die isolierten Einheiten oder Strukturen standen im Zentrum der Aufmerksamkeit (Wrter, Wortverbindungen, Stze, Neuere Tendenz ist die Hinwendung der Fachsprachenforschung zu greren kommunikativen Zusammenhngen (ganze Fachtexte).

Neue Tendenz hngt davon ab, dass die Studierenden die Textkompetenz selbstndig entwickeln mssen, um die Textinformation nicht zum Teil, sondern im Groem und Ganzem zu beherrschen. So sagt uns die Definition von Portmann-Tselikas P.

(2002:14):

Textkompetenz ermglicht es, Texte selbstndig zu lesen, das Gelesene mit den eigenen Kenntnissen in Beziehung zu setzen und die dabei gewonnenen Informationen und Erkenntnisse fr das weitere Denken, Sprechen und Handeln zu nutzen. Textkompetenz schliet die Fhigkeit ein, Texte fr andere herzustellen und damit Gedanken, Wertungen und Absichten verstndlich und adquat mitzuteilen. Bei der Textarbeit muss erklret werden, welche Information aus welchen Fachtexten herausgezogen wird:

Durch die theoretisch-vermittelnden Texte bekommt der Rezipient Theoretisches Wissen, der Rezipient beschftigt sich nur mit dem theoretischen Text:

Unidirektionaler Informationsfluss Mensch/Technik-interaktionsorientierte Texte - der Adressat beschftigt sich mit dem Text und direkt mit dem Gegenstand (z.B. einem Gert oder einer chemischen Substanz).

Bidirektionaler Informationsfluss Texte mit faktenorientierter Darstellung hat im Vordergrund reine Informativitt und die Representativitt spielt untergeordnete Rolle.

z.B. Verbreitung neuer Erkenntnisse in einer Firma hausintern Publizistisch aufbereitete Texte auch faktenorientiert aber: neben Informativitt auch eine representative Darstellung mit besonderen Schriften, farbigen Abbildungen, Hochglanzpapier, ansprechenden Formulierungen Mnemotechnisch organisierte Texte prsentieren das Wissen so, dass es sich mglichst leicht einprgen lsst:

Durch sprachliche und graphisch-gestalterische Mittel Lehrreime, farbig unterlegte Zusammenfassungen und Wiederholungen Aus diesen berlegungen werden folgende Schlsse gezogen und festgehalten:

Die Auswahl einer Fachtextsorte fr den Fachsprachenunterricht hngt nicht nur von der Textfunktion ab, sondern auch von der kommunikativen Zielsetzung und dem Niveau der Lernenden. Die behandelten Texte bilden fr die Lernenden die Arbeitsgrundlage, durch die sie verschiedene Fachsituationen kennenlernen und Fachkompetenz sowie Lesestrategien erwerben knnen.

Bei der kompetenten Fachtextauswahl hilft die entwickelte Fachtextklassifikation von S.Gpferig (1996:194) fr schriftliche naturwissenschaftliche Fachtexte:

1. Agricola, Erhard: Textstruktur, Textanalyse, Informationskern. - Leipzig: Verl.

Enzyklopdie, 1979. - 109 S.

2. Glser, Rosemarie: Textsorten im Englischen. Tbingen 1990. 188 S.

3. Gpferich, Susanne: Textsorten in Naturwissenschaften und Technik. Tbingen 4. Gpferich, Susanne: Eine pragmatische Typologie von Fachtextsorten der Naturwissenschaften und der Technik. In: Kalverkmper, H./ Baumann, K.-D.

(196): Fachliche Textsorten. Komponenten Relationen Strategien. Forum fr Fachsprachenforschung 25. Tbingen, 1996. S. 5. Hoffmann, Lothar: Vom Fachwort zum Fachtext. Tbingen: Gunter Narr Verlag, 6. Jung, Lothar: 99 Stichwrter zum Unterricht. Deutsch als Fremdsprache. Ismaning 7. Portmann-Tselikas, Paul R.: Textkompetenz und unterrichtlicher Spracherwerb.

In: P.Portmann-Tselikas;



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